Es gibt Tausende von Krankheiten, aber nur eine Gesundheit ! Arthur Schoppenhauer

 

Die Patienten in diesem Film leiden an Multipler Sklerose unterschiedlichen Schweregrades. Sie nahmen an einer 6-wöchigen Pilotstudie teil, in der die Wirkung einer zusätzlichen Behandlung mit „Physikalischer Gefässtherapie BEMER®“ auf die Kraft der Oberschenkelmuskulatur untersucht werden sollte. Die laufende medikamentöse bzw. physikalische Behandlung der Multiplen Sklerose dieser Patienten wurde in diesen 6 Wochen unverändert beibehalten. Die Muskelkraft im Oberschenkel hat bei allen Patienten während der komplementären BEMER Behandlung zugenommen (bis zu 57%). Der Film zeigt die Veränderung des Gangbildes und die Fähigkeit des Treppensteigens der Patienten als Folge dieser Kraftzunahme jeweils in einer Sequenz vor und nach der zusätzlichen BEMER Behandlung. Autor: Dr. med. Peter Duray, Budapest



Bernd Danowski berichtet als Betroffener von seinen Erfahrungen mit der BEMER -Therapie




Ein besonderer Stellenwert kommt der komplementären Behandlung mit dem BEMER -System zu.

In einem Zeitraum von sechs Monaten wurde im Rahmen einer
Doppelblind-Studie an der Technischen Universität Dresden der Einfluss
der BEMER-Therapie auf den Verlauf des Multiple-Sklerose-Symptoms
Fatigue untersucht. Ein Großteil der Patienten mit Multipler Sklerose (MS)
leidet neben vielen anderen Symptomen auch an der sogenannten
Fatigue. Mehreren Studien zufolge weisen über 75 bis 80 Prozent der
Erkrankten diese massive, körperliche und geistige Ermüdbarkeit auf. 40
bis 60 Prozent der Betroffenen betrachten sie als das MS-Symptom, das
sie am stärksten beeinträchtigt.
In einer kombinierten Parallel- und Crossover-Studie wurde nun
nachgewiesen, dass in der Gruppe, die in Kombination mit der üblichen
Medikation die BEMER-Therapie anwendete, die Fatigue-Symptome
deutlich reduziert werden konnten. Im Vergleich dazu ließ sich dieser Effekt nicht bei den Versuchsteilnehmern feststellen, die keine ergänzende BEMER-Therapie durchgeführt haben. Für die Studie hatten die Patienten über mehrere Wochen täglich zweimal acht Minuten die BEMER-Therapie im Liegen angewendet, während eine Kontrollgruppe
(Placebo) entsprechende Liegematten ohne das BEMER -Signal zur Verfügung
hatte. (Weiter Infos und ggf. die Studie dazu auf Anfrage).

siehe auch unter "Therapien" - BEMER


Leben mit Multipler Sklerose

Multiple Sklerose gilt als rätselhafte Krankheit. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, welche Faktoren diese schwere neurologische Störung auslösen. Auch gibt es keine eindeutige Behandlung für alle MS-Patienten. Die Homöopathie bietet verschiedene Heilmittel an. 

Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu vielen (multiplen) Entzündungen an verstreut liegenden Stellen des Gehirns und des Rückenmarks. Meist tritt diese Erkrankung zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Sehr selten beginnt sie erst nach dem 50. Lebensjahr. Frauen sind von Multipler Sklerose öfter betroffen als Männer. Es gibt Familien, in denen die Krankheit häufiger auftritt.

Infokanäle im Körper defekt
Man weiß heute recht genau, was im Körper passiert, wenn ein Mensch an Multipler Sklerose erkrankt. Ausgangspunkt der Krankheit ist das Gehirn – die Schaltzentrale unseres Körpers. Dort werden Signale über das Rückenmark in den gesamten Körper gesendet und umgekehrt empfangen. Diese Signale werden von verschiedenen Nervenfasern weitergeleitet. Sie sind – ähnlich wie elektrische Kabel – mit einer Schutzschicht umgeben. Erkrankt ein Mensch an Multipler Sklerose, entzündet sich die Schutzschicht der Nervenfasern. Dann können Botschaften vom Gehirn nicht mehr richtig gesendet oder empfangen werden. Leitet eine Nervenfaser Informationen zu einem Muskel, so kommt es im Falle einer Entzündung der Schutzschicht beispielsweise zu Kribbelempfindungen in dem Muskel oder zu verlangsamten Bewegungen und manchmal auch zu Lähmungen. Auch Sehstörungen sind bei Multipler Sklerose recht häufig.

Die Entzündungen des Nervengewebes können nach einem akuten Krankheitsschub wieder abheilen, aber auch Narben (Sklerosen) hinterlassen, so dass die körperlichen Schäden auf Dauer bestehen bleiben.

Endstation Rollstuhl?
Da die ersten Anzeichen der Multiplen Sklerose oft recht allgemein sind, wenden Ärzte verschiedene Untersuchungsverfahren an, um eine Diagnose zu stellen. Dazu zählen eine gründliche neurologische Untersuchung sowie Computertomographie und Kernspintomographie. Außerdem wird eine Untersuchung des sogenannten Nervenwassers (Liquor) auf bestimmte Eiweißverbindungen durchgeführt, die auf eine Entzündung hinweisen.

Viele Menschen denken bei der Krankheit Multiple Sklerose unwillkürlich an Patienten, die sich kaum noch bewegen können und im Rollstuhl sitzen müssen. Letztlich ist es jedoch so, dass wir mit der Diagnose „MS" nicht immer den Rollstuhl und die schwere Behinderung in Verbindung bringen sollten. Denn mehr als zwei Drittel aller betroffenen Patienten haben einen leichten Krankheitsverlauf. Sie empfinden nur geringe körperliche Auswirkungen, oder diese machen sich erst in fortgeschrittenem Alter bemerkbar. Dennoch will ich hiermit die Krankheit nicht verharmlosen.

Interessant ist in dem Zusammenhang, warum es so unterschiedliche Krankheitsverläufe gibt. Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir uns einmal mit den Ursachen der Multiplen Sklerose befassen. Diese sind jedoch trotz intensiver Forschungen nicht eindeutig geklärt. Man nimmt an, daß dieser Erkrankung ein ganzes Bündel von Ursachen zugrunde liegt. In erster Linie wird Multiple Sklerose heute als eine Störung des körpereigenen Abwehrsystems angesehen. Dabei bildet der Körper Abwehrstoffe gegen sich selbst, wodurch sich die Schutzhüllen der Nervenfasern entzünden. Weitere auslösende Faktoren der Multiplen Sklerose sind genetische Einflüsse und Umweltfaktoren sowie möglicherweise Viruserkrankungen. Diskutiert wird ein möglicher Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose und einer Infektion mit einem bestimmten Herpes-Virus. Aus Frankreich gibt es außerdem Meldungen, wonach ein Zusammenhang zwischen einer Impfung gegen Hepatitis B und der Entstehung von Multipler Sklerose vermutet wird.

Lebenslust oder -frust
Aus meiner Sicht spielt das seelische Wohlbefinden bei der Entstehung und beim Umgang mit Multipler Sklerose eine große Rolle. Insbesondere hat man festgestellt, dass gerade Leute mit einer positiven Lebenseinstellung und mit vollem Lebensmut wesentlich höhere Chancen haben, eine Krankheit zu bewältigen als andere. Im Sinne der Naturheilkunde ist es daher wichtig, dass bei Patienten mit Multipler Sklerose nicht nur der kranke Körper behandelt wird, sondern sie auch Unterstützung dabei finden, innere Kraft und neuen Lebensmut zu schöpfen. Gelingt diese Wendung, erleben wir immer wieder, dass Menschen schwere und schwerste Krankheiten überstehen. Ein erster Schritt dazu ist es, nicht immer wie gebannt auf die Krankheit und auf die Krankheitssymptome zu starren, sondern sich darauf zu konzentrieren, was einem gut tut.

Familienaufstellung
Tritt die Erkrankung in einer Familie gehäuft auf, dann ist eine Familienaufstellung sinnvoll, um ggf. auslösende Lebensmuster aufzudecken und zu lösen.

Bach –Blütentherapie
Gorse und ggf. Sweet chestnut bei Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Olive und Hornbeam zur Regeneration und energetischen „Aufladung“.
Star of Bethlehem und / oder Rock Rose bei traumatischen Auslösern.

Ansonsten der Persönlichkeit entsprechende, also individuelle  Mittelzusammenstellungen.

Homöopathische Mittel
In der Schulmedizin werden verschiedene Medikamente, in erster Linie Kortison, eingesetzt, um die Entzündungen des Nervengewebes zu hemmen und um Fehlsteuerungen des Immunsystems zu unterdrücken.

Die Homöopathie kennt verschiedene Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose. Wie die folgenden Beschreibungen zeigen, kommt es darauf an, dass der Behandler sehr genau auf die Krankheitssymptome und die Befindlichkeit des erkrankten Patienten achtet.

An erster Stelle nenne ich die sogenannte Calabar-Bohne. Wir setzen diese ein bei Rückenmarksstörungen mit Lähmungserscheinungen sowie bei starren Muskeln, besonders in den Gliedmaßen. Außerdem schielt der Patient und hat einen erhöhten Augeninnendruck. Er klagt über Taubheit in Armen und Beinen, seine Wirbelsäule ist sehr empfindlich. Morgens sind die Beschwerden besonders intensiv. Wärme und Kälte machen ihm zu schaffen. Bei mäßigen Temperaturen und draußen fühlt er sich am wohlsten.

An zweiter Stelle sei Conium, der Schierling, genannt. Bei ihm finden wir folgende Krankheitserscheinungen: Fortschreitende, aufsteigende Lähmung, vom Rückenmark ausgehend, an den unteren Füßen beginnend, Anfangsschwierigkeiten beim Gehen, Muskelzuckungen, Zittern, Neigung zu Schwindel und teilweise Lähmungen in bestimmten Körperregionen. Der Patient ist körperlich und geistig erschöpft. Er kann sich schlecht erinnern, ist mürrisch bis melancholisch. Körperlich und geistige Anstrengung verschlechtert sein Befinden. Empfindlich reagiert er auf Lärm, Licht, Kälte, Alkohol und Trost.

An dritter Stelle sei genannt Lathyrus sativus, die Saatplatterbse. Sie wird gegeben bei Lähmungen der Beine mit Muskelzusammenziehung. Die Beine kribbeln häufig, sind oft kalt. Der Patient geht unsicher. Er klagt über ein Druckgefühl in der Blasengegend. Seine Beschwerden verschlimmern sich durch feuchte Kälte und Gehen in der Dunkelheit.

Gleichgewichtsstörungen
Ein weiteres homöopathisches Mittel ist Manganacetat. Typisch für diesen Patienten ist, dass er unter Gleichgewichtsstörungen leidet und nicht rückwärts gehen kann, ohne hinzufallen. Bei geringem Druck gegen die Brust fällt der Kranke nach hinten. Mitunter steht der Patient regelrecht unter dem Zwang zu laufen, zu lachen oder zu weinen.

Secale Cornutum, das Mutterkorn, wenden wir bei Patienten an, die neben den allgemeinen Taubheits- und Kribbelgefühlen vor allem Probleme mit den Händen haben. Sie sind unsicher beim Greifen und Halten und leiden oft unter Verkrampfungen in den Händen. Wenn sie die Hände und Finger reiben und strecken, werden die Beschwerden gelindert.

Die genannten Substanzen stellen nur eine kleine Auswahl von möglichen Heilmitteln dar.

Rat und Hilfe erhalten Betroffene außerdem bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband NRW, Kirchfeldstraße 149, 40215 Düsseldorf, Tel. (0211) 933040

 

© Jörg Pantel 2012